Hausbau finanzieren ohne Eigenkapital

Fragt man Experten, den Bankberater seines Vertrauens oder schlägt in einschlägigen Ratgebern und Magazinen nach, dann hält sich als Faustformel, dass man rund 20 Prozent eines Hausbaus durch Eigenkapital finanzieren sollte.
Rechnet man nun damit, dass ein Haus + Grundstück + Nebenkosten rund 250.000 Euro kostet, bedeutet das, dass man rund 50.000 Euro an Eigenkapital angespart haben sollte. Das ist eine Menge Holz.
Die gute Nachricht: Das muss man nicht zwingend alles bar auf Kante haben. Auch die sogenannte Muskelhypothek gilt als Eigenkapital. Sie beinhaltet, dass man als Bauherr an seinem eigenen Bau fleißig selbst mit anfasst und so Arbeitsstunden von Facharbeitern einspart. Geht man davon aus, dass ein Facharbeiter am Bau mit 40 Euro in der Stunde zzgl. MwSt. zu Buche schlägt und dafür aufgrund seiner Erfahrung doppelt so schnell arbeitet, wie man es selber kann, so kann man davon ausgehen, dass man mit jeder Stunde eigener Arbeit an seinem Bau rund 20 Euro einsparen kann.
Bis man damit auf 50.000 Euro kommt – das ist nahezu utopisch. Und doch: Neben Förderprogrammen und einem Bausparvertrag gehört die Muskelhypothek zu den Bausteinen, die im Finanzierungsmix für die eigenen vier Wände nicht fehlen sollte.
Wirklich gute Informationen zum Thema Baufinanzierung hält die Stiftung Warentest bereit. Auch zum Thema Förderprogramme gibt es gute Informationen. Wer ein Haus baut, es umbaut oder energetisch sanieren möchte, sollte sich die Förderprogramme der KfW anschauen.